Wer wir sind

Wir sind die Schützengilde der Stadt Uelzen von 1270 e.V. und bilden die
Brücke zwischen traditionsreicher Geschichte, lebendiger Gegenwart und hoffnungsvoller Zukunft!

Was ist die Schützengilde der Stadt Uelzen?

Sie ist die älteste Vereinigung Uelzener Bürger, heute in der Form eines eingetragenen Vereins. Ihre Satzung spiegelt die alte Tradition wider. Eine „Gründungsurkunde“ gibt es zwar nicht, aber für das Jahr 1269 ist der Nachweis erhalten, dass Uelzen über „Gräben und Planken“, d. h. einer Stadtbefestigung als Beweis der Wehrhaftigkeit der Bürger verfügte. Dies war die Voraussetzung für die Stadtrechtsverleihung am 13.Dez.1270. Aus dem Jahre 1359 ist eine Waffenordnung überliefert.

Welche Ziele hat die Schützengilde?

Die Pflege des Gemeinsinns und der Geselligkeit. Die Pflege und Weiterentwicklung der Tradition. Die Pflege des Schießsports.

Die Verbindung der Schützengilde zu ihrer Stadt:

Der Stadthauptmann muss nach seiner Wahl in der Gilde auch heute noch vom Rat der Stadt bestätigt werden. Ein Ratsmitglied hat Sitz und Stimme im Gildevorstand. Der Bürgermeister der Stadt proklamiert den Schützenkönig.

Wer sind die Mitglieder der Schützengilde und wie wird man Mitglied?

Erwachsene Bürger aus allen Berufen sind darin vereinigt. Jeder „gut beleumundete“ Uelzer Bürger kann auf Antrag Mitglied in einer Kompanie seiner Wahl werden.

Das Schützenfest:

Dieses älteste und eigentliche „Volksfest“ unserer Stadt geht auf das „Vogelschießen“ aus dem 14. Jahrhundert zurück. In heutiger Zeit hat es zwei Höhepunkte:

Am Pfingstmontag der „Ausmarsch zum Fischerhof“ im Stadtwald und das „Königsschießen.

Der „Königskommers“ und das „Königsessen“ mit dem „Königsball“ sind eindrucksvolle Feste. Die alten „Hannöverschen Fanfaren“ geben dem ganzen Fest eine besondere Uelzer Note, einst der Gilde vom König von Hannover gestiftet.

Das Grenzbeziehen:

Alle fünf Jahre wird das Schützenfest auf eine ganz besonders traditionelle Weise mit dem „Grenzbeziehen“ ausgerichtet, das sich auf die Kontrolle der Stadtgrenzen durch die Gilde in früherer Zeit gründet. Im Jahr 2020 wird es das 278. Mal durchgeführt. Viele Uelzer Bürger ziehen zusammen mit der Gilde in den Stadtwald zum „Schützenstein“, wo sie alle fröhlich miteinander feiern.

Wie wird ein Schütze Schützenkönig?

Am Tage des Königsschießens darf jeder Schützenbruder, der am Ausmarsch teilnahm, fünf Schüsse Freihand, 100 m, auf die „Königsscheibe“ abgeben. Derjenige, der die beste 10 – den besten „Teiler“ – hat, wird vom Bürgermeister in einer öffentlichen Feier am Abend zum Schützenkönig proklamiert und anschließend mit Feuerwerk und Musik ins Rathaus gebracht. Jeder Schützenkönig wird Mitglied der Königsrunde, die in besonderer Weise die Schützentradition pflegt und Erfahrungen ihrer Mitglieder weiter gibt.

Die Organisation der Schützengilde

Die Gildeversammlung ist das „Parlament“.

Es gibt drei Kompanien:

Die 1. „Bürger“-Kompanie (die „Traditionskompanie“),

Die 2. „Schützen“-Kompanie (gegr. 1803) ,

Die 3. „Jäger“-Kompanie (gegr. 1837).

Außerdem gibt es einen Spielmannszug, in dem auch Kinder und Jugendliche Mitglieder sind (gegr. 1956).

Die „Jäger-Kompanie“ unterhält eine hervorragende Gruppe Jagdhornbläser“ (gegr. 1953).

Der Gildevorstand besteht aus dem Stadthauptmann, dem Adjutant zugleich Stellvertreter, dem Schießoffizier, drei Kompanieführern und 16 gewählten Rottmeister, der Dienstälteste unter ihnen kann vom Stadthauptmann zum Oberrottmeister ernannt werden.

Alle diese Vorstandsmitglieder werden, wohl einzigartig in der deutschen Schützenlandschaft – auf Lebenszeit gewählt. Weitere Rottmeister werden vom Stadthauptmann ernannt, u. a. der Gilde-Sekretär, der Gilde-Pressesprecher und der Platzmeister.

Auch gehören der jeweilige Schützenkönig, der Gilde-Fähnrich und das o. g. Ratsmitglied zum Vorstand. Zusätzlich nehmen Ehren-Offiziere und Rottmeister an den Vorstandssitzungen teil.

Jede Kompanie hat einen Kompanievorstand, zu dem neben dem Leutnant und Kompanieführer vier Rottmeister, der Fahnenträger und der Kompaniesekretär gehören. Die Schießclubs werden von einem Schützenmeister geführt. Die Kompanieführer können besonders verdiente Schützenbrüder zu Oberschützen ernennen. Die Kompanien halten vielfältige Kontakte zu befreundeten Vereinen.

Die Fahnen und Kleinodien der Gilde:

Jede Kompanie besitzt eine traditionsreiche Kompaniefahne. Seit 1995 wird der Gilde die Gilde-Standarte vorangetragen. Die Fahnenträger werden jeweils für ein Jahr von ihrer Kompanie gewählt und ebenso wie der Gilde-Fähnrich vom Stadthauptmann verpflichtet. Der Gildeschatz enthält außer der „großen“ und „kleinen“ Königskette mehrere weitere wertvolle Ketten mit vielen sehenswerten „Königsorden“ und kostbare, altehrwürdige Pokale.

Der Gilde-Vorstand 2019:

Stadthauptmann: Erwin Reitenbach

Leutnant u. Adjutant: ThomasHannemann

Leutnant u. Schießoffizier: Uwe Wilhelm

Schatzmeister: Daniel Huske

Gilde-Sekretär: offen

Gilde-Pressesprecher: Martin Schneider

Schützenkönig 2019: Andreas Witt

Prinzessin 2019: Stephanie Wilhelm

Gilde-Verbindungs-Ratsherr: Christian Mocek

Oberrottmeister: Wilhelm Behn

1. Kompanie: Axel Timm

2. Kompanie: Jürgen Dierks

3. Kompanie: Gerd Witt

Spielmannszug: Dennis Witt

Jagdhornbläser: Thorsten Fey

Die Schießsportanlagen der Gilde

Die Schützengilde unterhält im Schützenhaus, der „Stadthalle“, acht moderne computergesteuerte 100m- und zwölf 50mKK-, sowie 10 LG-Stände. Letztere haben zusätzlich die Einrichtungen für laufende Scheibe und Biathlon. Vier 50m-Stände sind auf 25m umzustellen und für Pistolenschießen – auch Schnellfeuer und Großkaliber – bestens geeignet. Die Gesamtanlagen sind ein Schießsportzentrum nach den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes. Vielfach finden hier Wettkämpfe, z. B. auf Kreis- und Bezirksebene, und überörtliche Übungsschießen, z. B. der deutschen Olympiamannschaft, statt. Die Anlagen werden nach Zeitplan auch von Vereinen außerhalb der Gilde genutzt.